Beiträge

Nasenscheidewand-Operationen

ct septum-nasiIm Zuge einer äußeren Nasenkorrektur der Nase ist es oft erforderlich, die Nasenscheidewand (Septum nasi) mit zu korrigieren, das ist die Wand zwischen beiden Nasenlöchern. Sie ist im nebenstehenden Computertomogramm in grau zwischen den beiden weißen Nasenbeinen zu sehen.

Gleichzeitig die Atmung störende Verkrümmungen der Nasenscheidewand werden gemeinsam mit der Nase operiert (Septorhinoplastik, SRP). Das hat auch den Vorteil, dass entfernte Knorpelteile wertvolles Impantatmaterial im Bereich der äußeren Nase darstellen. Daher sollte man bei ohnehin bestehendem Wunsch, die Nase auch äußerlich verschönern zu lassen, im Falle einer erforderlichen Septumoperation im vorhinein mit dem Operateur über die Nasenkorrektur sprechen.

Andererseits gibt es Situationen, in denen eine Septumoperation nur in Kombination mit einer äußeren Nasenoperation (Septorhinoplastik) zu einer ausreichenden Verbesserung der Nasenatmung führt:

Das betrifft die knorpeligen Schiefnasen oder Knicknasen sowie die Hängenasen, aber auch die hohen schmalen Spannungsnasen,

einen Teil der knorpeligen Sattelnasen,

hochgradige Verkrümmungen der Nasenscheidewand, bei denen eine extrakorporale Septumrekonstruktion angezeigt ist und

den Verschluss einer größeren Septumperforation, eines Loches in der Nasenscheidewand.

Viele Misserfolge von Septumoperationen sind auf die Vernachlässigung der gleichzeitigen Operation der äußeren Nase zurückzuführen. Dies kann aber gegebenenfalls nachgeholt werden.

Beispiele für Septorhinoplastiken bei obigen Zustandsbildern finden Sie unter funktionelle Nasenkorrekturen.

Extrakorporale Septumrekonstruktion

Hier zeige ich einen Fall einer "extrakorporalen Septumrekonstruktion", bei dem kein Wunsch einer Formveränderung der Nase bestand, obwohl eine knorpelige Schiefnase bestand. Die Nasenatmung war hochgradig gestört besonders durch einen vertikalen Knick des Septums, der die linke Nasenhöhle verlegte, und eine hohe Verkrümmung (Septumdeviation) der linken Nasenseite. Der Zugang über die offene Rhinoplastik ermöglichte erst die komplette Entnahme des mehrfach geknickten und verbogenen Nasenscheidewandknorpels und die Verwendung guter gerader Teile davon aus rückwärtigen Abschnitten, die als Stütze der Nase im Nasensteg und als neuer Nasenrücken wieder eingenäht wurden. Auf diese Weise werden Restspannungen vermieden, die bei konventionellen Septumoperationen oft zum Rezidiv einer neuerlichen Verkrümmung und Verschlechterung der Atmung führen. Gleichzeitig wird die knorpelige Schiefnase korrigiert, was auch zur besseren Atmung beiträgt und gleichzeitig die Nasenform verbessert, was aber nicht das primäre Ziel der Operation war.

Ausgangsbefund vor der Operation: Vertikale Knickbildung der Nasenscheidewand mit subtotaler Verlegung des linken Nasenloches und dahinter Septumdeviation im rechten Nasenloch.
 nasenscheidewandop1 1  nasenscheidewandop1 2
nasenscheidewandop1 3 nasenscheidewandop1 4
nasenscheidewandop1 5 nasenscheidewandop1 6
nasenscheidewandop1 7 nasenscheidewandop1 8
nasenscheidewandop1 9 nasenscheidewandop1 10
Freie Nasenlöcher beidseits nach der Septorhinoplastik mit extrakorporaler Rekonstruktion. Der Hautschnitt der offenen SRP am Nasensteg ist bereits fast unsichtbar verheilt. Beide Bilder sind 1 Monat postoperativ.